St. Hubertus-Schützenbruderschaft Dahl 1927 e.V. |
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Schutzpatron St.
Hubertus
Die besondere Verehrung des heiligen
Hubertus begann im Rheinland im Jahre 1444, als Herzog Gerhard II. (1437-1475) von Jülich
und Berg, am Hubertustag, den von den geldrischen Landständen als Herzog ausgerufenen
Arnold von Egmond, in der Schlacht vor Linnich besiegte. Aus Dankbarkeit und zur
Erinnerung an diese Schlacht stiftete Herzog Gerhard den Hubertusorden. Dieser Orden
sollte in den Ländern Jülich und Berg bis zum Jahre 1800 eine besondere Bedeutung
behalten.
Nach der Legende wurde unser Schutzpatron St. Hubertus 656 oder 658 als ältester Sohn des
Herzogs Bertrand von Toulouse geboren. Als junger Mann kam er an den Hof Theiderichs III.
von Burgund und wurde von diesem zum Pfalzgrafen erhoben. Da der Fürst ihm wohlgesonnen
war, gelangte er bald in die höchsten Stellungen des Reiches. Hubertus ehelichte die
schöne Floribana von Löwen, die jedoch nach kurzem Eheglück nach der Geburt ihres
ersten Kindes Floribertus starb. Von unsäglichem Schmerz über den so frühen Tod seiner
Gemahlin geplagt, stürzte sich Hubertus in allerlei weltliche Vergnügungen. Besonders
der Jagdleidenschaft war er erlegen und ließ fast keine größere Jagdgesellschaft aus.
Doch sollte sich sein Leben um 180 Grad drehen, als er bei
einem seiner Jagdausflüge in den Ardennen einem kapitalen Hirsch nachstellte. Als er den
Hirsch nach langer Pirsch endlich stellte, war er sehr verwundert, als dieser ohne Regung
vor ihm stehen blieb. Schon wollte Hubertus zum Bogenschuß ansetzten, da erblickte er
plötzlich zwischen den Geweihstangen des Hirsches ein leuchtendes Kreuz. Gleichzeitig
vernahm er eine geheimnisvolle Stimme, die ihn ermahnte, neben den weltlichen
Vergnügungen das ewige Leben nicht zu vergessen.
Die Begebenheit mit dem Hirsch bewirkte bei Hubertus, daß er sein Leben von nun an ganz
Gott weihte. Er verzichtete auf all seine Ämter, entsagte vollständig allem weltlichen
Reichtum und verschenkte sein Vermögen an die Armen. Er zog sich in die Einsamkeit der
Ardennen zurück und lebte dort eine zeitlang als Einsiedler, bis er sich zum damaligen
Bischof von Maastricht, dem heiligen Lambertus, begab und von diesem zum Priester
ausgebildet und auch geweiht wurde. Nachdem St. Lambertus ermordet worden war, wurde St.
Hubertus sein Nachfolger als Bischof von Maastricht. In diesem Amt leistete Hubertus in
seinem ehemaligen Jagdgebiet, den Ardennen, eine großartige Missionsarbeit. Im Jahre 721
verlegte er den Bischofssitz von Maastricht nach dem heutigen Lüttich.
Im Jahre 727 holte Gott den rastlosen Missionar viel zu früh zu sich. Noch heute wird
seine Grabstätte, die Abtei St. Hubert, von vielen Pilgern besucht. Durch die
legendenhafte Erzählung der Begegnung von Hubertus mit dem Hirsch ist dieser heute noch
der Schutzpatron der Jäger, die an seinem Festtag, dem 3. November, die Jagd eröffnen.
So nannten sich auch viele Schützenbruderschaften nach dem Bischof von Lüttich.